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IPA goes Green

Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und die Limitierung der Klimakrise zählen zu den größten Herausforderungen der heutigen Gesellschaft. Den Universitäten kommt in diesem Kontext eine besondere Verantwortung zu, als Vorbilder der Gesellschaft zu fungieren und die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zu untermauern. In diesem Sinn ist das Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung (IPA) als Teil der MedUni Wien einerseits laufend bemüht, die von der MedUni Wien Initiative „Nachhaltige Universität“ vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen (https://intranet.meduniwien.ac.at/allgemeines/unternehmenskultur/nachhaltige-universitaet; Zugang nur für Mitarbeiter:innen im Intranet). Andererseits greifen wir zusätzliche Ideen unserer Mitarbeiter:innen zur Nachhaltigkeit und Resourcenschonung auf und bringen diese in Anwendung.

Die Mitarbeiter:innen werden regelmäßig über alle Maßnahmen informiert und dazu angehalten, selbst ihren Beitrag zu leisten. 

  • An unserem Standort im AKH profitieren wir von einer bereits sehr gut organisierten Abfallbewirtschaftung. Am IPA werden alle klassischen Wertstoffe wie Papier, Kartonagen, Weiß- und Buntglas, Plastik und Metalle in entsprechend markierten Boxen gesammelt, um sie einer Wiederverwertung zuzuführen und den Restmüll zu minimieren. 

  • PET-Plastikflaschen, in denen Zellkulturmedien geliefert werden, werden – auf IPA-Initiative hin – gesondert gesammelt und einem Recyclingprozess zugeführt (https://pan-biotech.de/recycle/).

  • Medizinische Sonderabfälle wie scharfe und spitze Gegenstände werden in speziellen Behältern gesammelt. Die am IPA hierfür verwendeten Plastiksammelcontainer sind Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen, welche die CO2-Emissionen um 66 % reduzieren (https://woodsafe.green/en/).

  • Bei Kühltransporten mitgelieferte Hartschalen Kühlelemente werden an die AKH-Anstaltsapotheke zur Wiederverwendung weitergeleitet.  

  • Durch Lieferungen erhaltene Polystyrol-Boxen werden als Eisbehälter, Plastiksäcke für die sortierte Lagerung von Proben wiederverwendet.

  • Bei vielen Experimenten kommen Pipettenspitzen aus wiederbefüllbaren Boxen zum Einsatz. 

  • Weiterführende Infos zur Nachfüllung von Pipettenspitzenboxen hier:

https://intranet.meduniwien.ac.at/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=8570&token=8e1520145ff17030662d85acfeebbb55aa452b7f&filetype=pdf&filename=INFOBLATT_Pet_Spitzen_IE__002_.pdf.

  • Ultratiefkühlgeräte (und Kühlgeräte)

    Ultratiefkühlgeräte (ULTs), die für die Lagerung von Proben eingesetzt werden, können bis zu 20 kWh pro Tag verbrauchen, das entspricht etwa 7300 kWh im Jahr. Um diesen Energieverbrauch zu reduzieren, werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

    • Alle ULTs am IPA sind auf -70°C anstatt -80°C eingestellt, wodurch der Energieverbrauch um ca. 20 % reduziert wird, ohne die Qualität der Proben zu beeinträchtigen. 

    • Alle Kühlgeräte werden regelmäßig abgetaut. Ebenfalls wird der Staub von den Luftfiltern entfernt. 

    • Der Inhalt aller Kühlgeräte wird regelmäßig gesichtet, um Raum zu schaffen und Neuanschaffungen zu minimieren.

Zusätzlich zum reduzierten Stromverbrauch wird dadurch CO2 gespart, die Lebensdauer und Temperaturstabilität der Geräte erhöht, was zur langfristigen sicheren Lagerung wertvollen Probenmaterials wesentlich beiträgt. 

Weiterführende Infos hier: 

https://intranet.meduniwien.ac.at/allgemeines/unternehmenskultur/nachhaltige-universitaet/forschung-und-community/nachhaltigkeit-in-der-forschung/#c17929

  • Autoklavieren und Hitze-Sterilisieren 

    Die Herstellung steriler Flüssigkeiten und Verbrauchsmaterialien erfordert den Energie-intensiven Einsatz von Autoklaven (arbeiten mit hoher Temperatur und erhöhtem Druck) und Hitzesterilisatoren (arbeiten mit hoher Temperatur). Diese Geräte werden am IPA koordiniert betrieben, um die Betriebszeiten zu reduzieren und die Auslastung zu maximieren.  

  • Laborabzüge / Digestorien

    Ein Digestorium zum Schutz der Mitarbeiter:innen vor gefährlichen Gasen, Dämpfen, Aerosolen und Stäuben saugt kontinuierlich klimatisierte Luft aus dem Raum ab, die durch Außenluft ersetzt und wieder erwärmt oder gekühlt werden muss, was bis zu 3,5-mal so viel Energie wie ein durchschnittliches Einfamilienhaus verbraucht. Alle Mitarbeiter:innen am IPA sind dazu angehalten, die Laborabzüge nur für die Dauer des Gebrauchs einzuschalten sowie den Frontschieber geschlossen zu halten. 

  • Licht aus! Gerät aus!

    Alle Mitarbeiter:innen des IPA werden durch entsprechende Hinweise dazu angehalten, Licht und Geräte bei Nichtgebrauch bzw. -bedarf abzuschalten. 

  • Reduktion des Papierverbrauchs

Informationsblätter weisen auf Think before you print! hin. 

Energieverbrauch und CO2 Emissionen sind bei der Produktion von Plastik hoch. Die meist lineare Nutzung der Plastikartikel im Labor ist ebenfalls nicht nachhaltig. Der CO2-Fußabdruck kann aber alleine durch Wiederverwendung von Labormaterialien deutlich gesenkt, und die Kosten in vielen Fällen reduziert werden (https://doi.org/10.1371/journal.pone.0283697).

  • Das IPA hält sich an die 5 R´s: Refuse (Ablehnen), Reduce (Reduzieren), Reuse (Wiederverwendung), Repurpose (Umwidmung), Recycling (Wiederverwendung),

    insbesondere durch

  • Einsatz von Glaspipetten statt Plastikpipetten 

  • In-House Herstellung vielverwendeter Puffer, wofür Glaswaren eingesetzt werden

  • Einsatz von Plastikmaterial aus Recyclingprozessen (z.B. biobasierte Kunststoffe) 

  • Bewusster Einkauf bei Firmen, die umweltfreundliches Verpackungsmaterial verwenden bzw. bewusste Koordination von Bestellungen, um die Anzahl der Lieferungen zu reduzieren  

  • Die MedUni Wien bekennt sich zur Förderung einer klimafreundlichen betrieblichen Mobilität. Sie erstattet Mitarbeiter:innen einen Teil der Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel (Jobticket) (https://intranet.meduniwien.ac.at/allgemeines/mein-arbeitsplatz/personalmanagement/jobticket/).

  • Zusätzlich wird die Verwendung von Fahrrädern für den Weg zur Arbeit durch Radservice und Reparaturworkshops bzw. durch Schaffung der entsprechenden Infrastruktur gefördert. 

  • Das IPA informiert alle Mitarbeiter:innen regelmäßig über diese Maßnahmen.