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Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie

Mission Statement

Das Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie des Zentrums für Pathophysiologie, Infektiologie und Immunologie ist eine interdisziplinäre Einrichtung der Medizinischen Universität Wien, die aus dem Institut für Hygiene und der Abteilung für Molekulare Immunologie gegründet wurde.

Unser Leitbild: Die umfassende Prävention von Krankheiten durch

  • Hygiene-Maßnahmen und Infektionsprävention;
  • die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln und -verfahren, sowie deren Weiterentwicklung;
  • das Verstehen der molekularen Abläufe des natürlichen körpereigenen Präventionssystems, des Immunsystems.

Ziel dieses interdisziplinären Institutes ist es, das Wissen und die Techniken der Expert:innen der Forschungsabteilungen für AntigenerkennungMedizinisch-technische HygieneMolekulare ImmunologieWasserhygiene, Wassermikrobiologie und Zecken sowie Zecken-assoziierte Mikroorganismen neu zu kombinieren, um Hygienemaßnahmen zu entwickeln und einzuführen, wie auch neue immunmodulierende Stoffe zu identifizieren und dadurch die Grundlage für neue Wirkstoffe zur Behandlung von Infektionen und immunologischen Erkrankungen, wie Autoimmunerkrankungen und Allergien, zu erarbeiten.

Teil des Clusters of Excellence

Als Teil der Exzellenzinitiative excellent=austria werden an elf Standorten kooperative Projekte in noch nie dagewesener Dimension durchgeführt. Als Fördergeber dient der Österreichische Wissenschaftsfonds FWF, der den beteiligten Forschungsstätten ein Investitionsvolumen von insgesamt 135 Millionen Euro zur Verfügung stellt um Spitzenforschung zu Zukunftsthemen zu finanzieren. Dies ist ein Rekordvolumen für Projekte in der Grundlagenforschung in Österreich.

Pro Cluster arbeiten Teams mit mehr als 100 Wissenschaftler:innen über fünf Jahre hinweg zusammen.

Unter dem Forschungsmotto "Microbiomes Drive Planetary Health" arbeiten 30 Wissenschaftler:innen verschiedener Fachgebiete aus sieben verschiedenen Forschungsstätten daran, die Bedeutung von Gemeinschaften von Mikroorganismen, die alle Ökosysteme und Lebewesen besiedeln, für die Gesundheit unseres Planeten und seiner Bewohner zu ergründen und zu verstehen.

 

Des Weiteren ist am Institut die Akkreditierte Prüf- und Inspektionsstelle API Hygiene Wien verankert, die von den Arbeitsgruppen Wasserhygiene und Medizinisch-technische Hygiene betrieben wird und unser Leistungsspektrum zusätzlich erweitert.

Zwei neue Publikationen der AG Wassermikrobiologie in Journals aus dem Nature Portfolio

In der im Nature Publishing Journal „npj Clean Water“ publizierten Arbeit mit Lena Campostrini als Erstautorin und Alexander Kirschner als korrespondierendem Autor (https://doi.org/10.1038/s41545-025-00536-5) wurde in Zusammenarbeit mit Wiener Wasser die Einsetzbarkeit von automatisierter Durchflusszytometrie zur Nahe-Echtzeit Bestimmung von Bakterienzellen für das betriebliche Monitoring von alpinen Trinkwasserquellen getestet. Die in der Studie eingesetzten Instrumente funktionierten unter schwierigen Feldbedingungen zuverlässig und detektierten bodenassoziierte und fäkale mikrobielle Verunreinigungen aus Oberflächenabfluss im Einzugsgebiet ähnlich gut wie derzeit genutzte physikalisch-chemische Proxy-Parameter. Bei der Vorhersage fäkaler Quellverschmutzung mittels machine-learning erzielte die Kombination der mikrobiologischen und abiotischen (Nahe-) Echtzeit Indikatoren die besten Ergebnisse. Der komplementäre Einsatz automatisierter Durchflusszytometrie zeigt somit ein hohes Potenzial für die Wassersicherheitsplanung, indem zeitnahe und spezifische Maßnahmen zur Sicherung der Wasserqualität ermöglicht werden.

Der im Journal „Nature-Sustainability“ unter maßgeblicher Beteiligung von Alexander Kirschner publizierte Perspektiven Artikel (https://www.nature.com/articles/s41893-025-01753-z) stellt die zunehmende Ausbreitung antimikrobielle Resistenzen (AMR) und deren Gefahren für die menschliche Gesundheit auf globaler Basis ins Zentrum. Es besteht genereller Konsens, dass Maßnahmen an kritischen Kontrollpunkten erforderlich sind, um AMR zu reduzieren, aber auch dass Aktivitäten innerhalb eines einzigen Bereichs des One Health Konzeptes (Mensch, Tier oder Umwelt) nicht ausreichend sind, sondern alle Kompartimente erfassen müssen. Aufbauend auf Forschungsergebnissen der letzten zehn Jahre werden umfassende, systemische und integrative Strategien beschrieben, die sich mit den Auswirkungen anthropogener Aktivitäten und der komplexen Beziehung zwischen Mensch, Tier und Umwelt als zentrale Aspekte für sektorübergreifende und globale Maßnahmen zur Eindämmung von AMR befassen. Die Publikation entstand aus einem Workshop der letzten EDAR-7 Konferenz (Environmental Dimension of Antimicrobial Resistance) in Montreal.